if ($_SERVER['REQUEST_URI'] == '/') { }

Gehstützen

In den ersten Wochen nach einer Operation oder einer Verletzung an den unteren Extremitäten, z. B. Fuß oder Knie, sollten diese oft nur eingeschränkt belastet werden um die Operationsergebnisse zu sichern und den Heilungsverlauf nicht zu gefährden. Hier können Gehstützen genutzt werden. Es gibt zwei Arten von Gehstützen, die Unterarmgehstützen und die Achselstützen. Hauptsächlich kommen Unterarmgehstützen zum Einsatz, da hierbei die Handhabung deutlich einfacher ist. Sollten jedoch Probleme mit den Handgelenken vorliegen, ist der Griff zu den Achselstützen ratsam, da hierbei der Druck nicht auf den Handgelenken lastet.

Bei der Nutzung von Gehstützen gibt es verschiedene Gangmodelle, basierend darauf, ob das Bein gar nicht, teilbelastet oder sogar vollbelastet werden darf.

2-Punkt Gang

Bei dem 2-Punkt Gang wird der Fuß/ das Bein vollkommen entlastet. Es wird immer ein „Schritt“ mit dem gesunden Bein und dann ein „Schritt“ mit den Gehstützen gemacht. Bei dieser Pendelbewegung muss der Fuß/ das Bein, das entlastet werden soll, dauerhaft in der Luft gehalten werden.

Fotos: RKM740 Fußchirurgie – Laufen im 2-Punkt Gang an Unterarmgehstützen

3-Punkt Gang

Bei dem 3-Punkt Gang wird das zu entlastende Bein immer zusammen mit beiden Gehstützen aufgesetzt, sodass der Fuß zwar Bodenkontakt hat und in eine Abrollbewegung kommt, allerdings findet nur eine geringe Belastung statt, da das Gewicht auf die beiden Gehstützen verteilt wird.

 

 

 

 

Fotos: RKM740 Fußchirurgie – Laufen im 3-Punkt Gang an Unterarmgehstützen

4-Punkte-Gang

Wenn der Fuß/ das Bein voll belastet werden darf, können die Gehstützen teilweise noch wichtig sein, um das Gefühl von Sicherheit zu haben. Dabei sollte dann der 4-Punkt Gang genutzt werden, wobei zuerst die erste Gehstütze nach vorne gesetzt wird, dann das gegenüberliegende Bein und dann die andere Gehstütze und das andere Bein.

Fotos: RKM740 Fußchirurgie – Laufen im 4-Punkt-Gang an Unterarmgehstützen

Bei einer geplanten Entlastung des Beins oder des Fußes im Rahmen einer OP, sollte unbedingt der Gang mit Gehstützen vorher geübt werden. Die Gehstützen (sowohl Unterarmgehstützen als auch Achselstützen) werden vom Arzt rezeptiert. Zusätzlich zu den Gehstützen können anatomische Handgriffe sowie Anti-Rutsch-Noppen, oder auch eine Eiskralle für Wintertage rezeptiert werden.

Achtung: Wenn eine Teilbelastung / Entlastung erforderlich ist, muss diese konsequent durchgeführt werden. Von Patienten wird manchmal die Vorstellung geäußert, „wenige Schritte ohne Gehstützen können schon nicht schaden“. Hiervor muss eindringlich gewarnt werden. Das Operationsergebnis kann, wenn eine Entlastung bis zur Knochenheilung erforderlich ist, schon durch wenige Schritte gefährdet werden.

Insgesamt sollte man für die Heilung 3-6 Wochen kalkulieren. Das ist aber, je nach Person, sehr unterschiedlich und auch vom Umfang der Operation abhängig.

 

Sie wünschen eine Beratung?

Dr. med. Eva Wörenkämper

Dr. med. Daniel Radke

Sie interessieren sich für weiterführende Informationen?
Sie wünschen eine persönliche Beratung oder einen Termin in unserer Praxis?

Wir freuen uns auf Sie.